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Chronik des Vereins


 

Die Idee und der Gedanke, in der Pfarrei einen Sportverein zu gründen, wurde in den Jahren 1970 bis 1973 in Volkersheim geboren. Einige Bürger von Volkersheim waren der Ansicht, dass im Zuge der laufenden Flurbereinigung die Möglichkeit gegeben wäre, eine entsprechende Fläche auf der Gemarkung als Sportfläche auszuweisen.

Hans Zell, der in dieser Zeit aktiv beim SV Unterstadion Fußball spielte, griff diesen Gedanken auf und startete eine Unterschriftenaktion in Volkersheim, um das Interesse am Fußball zu erkunden.

Mit einer stattlichen Zahl von Unterschriften ging er zum damaligen Ortsversteher Hecht und brachte ihm sein Anliegen und seine Wünsche dar. Bei ihm fand er dann ein offenes Ohr.

Ortsvorsteher Hecht schaltete dann, wie es in dieser Zeit noch üblich war, den damals an der Grund- und Hauptschule Volkersheim tätigen Lehrer Jürgen Amendinger ein.

Am 24. März 1973 luden Hecht und Amendinger die Ortsvorsteher und Lehrer, sowie alle sport- und fußballbegeisterten Personen aus der ganzen Pfarrei zu einer Aussprache über eine Sportvereinsgründung in den "Hasen" nach Volkersheim ein.

Bei dieser Versammlung ging es vor allem um die "Sportplatzfrage". Das Angebot des Volkersheimer Ortsvorstehers Hecht, dass ein Platz in genügender Größe mitsamt Parkplätzen im Zuge der Flurbereinigung ohne größere Schwierigkeiten erworben werden könnte, fand nicht die allgemeine Zustimmung des Orsvorsteher aus den anderen Pfarreiorten. Als Standort hatte Hecht einen Platz links oder rechts der Straße von Volkersheim nach Kirchbierlingen vorgeschlagen.

Ein weiterer Punkt war die Bildung eines Gründungausschusses.

Folgende Personen bildeten nach der Zustimmung durch die Versammlung den Gründungsausschuss:
Andreas Guter (Schaiblishausen), Peter Kraus (Kirchbierlingen), Hans Zell (Volkersheim), Herbert Brandl (Schaiblishausen), Helmut Schleker (Schaiblishausen), Alfred Seitz (Weisel), Karl Hirschle (Berg), Josef Braun (Kirchbierlingen), Peter Schlecht (Altbierlingen), Jürgen Amendinger (Volkersheim).

Der Gründungsausschuss wählte Jürgen Amendinger zum ersten Vorsitzenden, Hans Zell zum zweiten Vorsitzenden, Herbert Brandl zum Schriftführer.


Am 29. Januar 1974 fand dann die Gründungsversammlung statt. Folgender Text das "Originalprotokoll".

Protokoll
Gründungsversammlung von Volkersheim, Gasthaus "Hasen" am 29.01.1974

Am Dienstag, den 29. Januar 1974, wurde im Gasthaus Hasen" in Volkersheim die Gründung eines Sportvereins für den Berecih der Pfarrei Kirchbierlingen vollzogen.

Die Vorarbeiten zu diesem Ereignis wurden vom Vorsitzenden des Gründungsausschusses, Jürgen Amendinger, Volkersheim, sowie den Mitgliedern Josef Braun, Kirchbierlingen; Peter Schlecht, Altbierlingen; Herbert Brandl, Schaiblishausen; Hans Zell und Karl Brunner, Volkersheim; Alfred Seitz, Weisel; Andreas Guter und Helmut Schleker, Schaiblishausen, geleistet.

In seinen einleitenden Worten konnte Jürgen Amendinger besonders den Sportkreisvorsitzenden, Rektor Otto Schneider, Allmendingen, den Bezirksjugendleiter Hans Schwager, Ehingen, die Staffelleiter Horst Wimmer, Lauterach und Robert Schieck, Rottenacker, sowie Herrn Pfarrer Anton Gregg begrüßen. Sein Gruß galt außerdem den Ortsvorstehern Josef Huber, Kirchbierlingen, Johannes Hecht, Volkersheim, Franz Moll, Schaiblishausen, Wendelin Steinle, Altbierlingen und Georg Braig, Berg.

Anschließend gab Amendinger einen Überblick über die Aktivitäten des Gründungsausschusses. Er erwähnte insbesondere die Kontakte zur Stadtverwaltung, sowie zu den verantwortlichen Stellen in der Sportorganisation. Bezüglich der Sportplatzfrage liegt die Zusicherung der Stadt Ehingen vor, in unmittelbarer Zukunft ein Gelände in Kirchbierlingen zu schaffen, das ab Herbst 1975 bespielbar sein wird. Als Übergangslösung scheint es möglich, in den nächsten eineinhalb Jahren Training und Spiele auf dem Städtischen Sportplatz bzw. später auf dem Hartplatz bei der Wenzelsteinschule zu absolvieren.

Als besonders erfreulich wertete Jürgen Amendinger das Ergebnis der Mitgliederwerbung. Bereits vor Beginn der Versammlung hatte der zu gründende Verein 168 Mitglieder; diese Zahl erhöhte sich im Laufe des Abends auf 183. Auch die Zahl der voraussichtlichen Aktiven stimmt hoffnungsfroh, man kann mit 23 aktiven Fußballern für eine erste Mannschaft rechnen, während sich für die A-/B-Jugend 16 und für die C-/D-Jugend 18 Jugendliche und Schüler gemeldet haben.

Erwartungsgemäß bereitete der Vereinsname großes Kopfzerbrechen. Nach ausgiebigen Diskussionen stimmten die Versammelten schließlich mit knapper Mehrheit für die Bezeichnung "SSV Ehingen-Süd 1974". Auch zur Ermittlung der Vereinsfarben waren mehrere Wahlgänge notwendig, ehe sich schließlich genau die Hälfte der 100 Stimmberechtigten für die Farbkombination Blau-Gelb entschied.

Die vom Gründungsausschuss vorgelegte Satzung wurde ohne Gegenstimme für annehmbar befunden. So wurde beschlossen, dass der jährliche Mitgliedsbeitrag 20.- DM betragen wird. Jugendliche zwischen 14 und 18, Studenten, Wehrpflichtige und Ehegatten voll zahlender Mitglieder haben nur den halben Jahresbeitrag zu entrichten, während Kinder bis 14 Jahren nicht belangt werden.

Die Leitung der Wahl des Vorstandes wurde in dankenswerter Weise vom Sportkreisvorsitzenden Otto Schneider übernommen. In zügig durchgeführten Wahlgängen wurden folgende Funktionäre  berufen:

1. Vorsitzender: Jürgen Amendinger, Volkersheim
2. Vorsitzender: Karl Kappler, Volkersheim
Kassier: Hans Neff, Schaiblishausen
Schriftführer: Karl Brunner, Volkersheim
Jugendleiter: Matthias Kramer, Volkersheim
Fußball- Abteilungsleiter: Willi Schöllhorn, Schaiblishausen

Als Beisitzer fungieren im Ausschuss:
Karl Blersch, Kirchbierlingen; Erwin Kramer, Volkersheim; Josef Maier, Bockighofen; Franz Seifried, Altbierlingen und Josef Zimmermann, Berg.

In einer weiteren Abstimmung wurde das Gasthaus "Zum Hasen" in Volkersheim als Vereinslokal gewählt. Dieser Entschluss fiel den Versammelten insofern leicht, als Hasenwirt Erich Schick kostenlos Duschanlagen zur Verfügung stellte.

Hans Schwager gratulierte den Neugewählten im Namen des Württ. Fußballverbandes und richtete aufmunternde Worte an die Mitglieder des jungen Vereins.

In seinen abschließenden Worten gab der erste Vorsitzende bekannt, dass der Fußball-Übungsbetrieb der Aktiven und der beiden Jugendmannschaften voraussichtlich bis in zwei Monaten aufgenommen werden könne. Außerdem wolle sich der Verein auch anderweitig betätigen. So plane man beispielsweise mittels einer in wenigen Wochen stattfindenden Funkenfeuer-"Party" die Finanzen aufzubessern.

Ehingen/Volkersheim den 1. Februar 1974


Nach vielen Verhandlungen mit der Stadt Ehingen und den Ortsvorstehern der Pfarreigemeinden wurde man sich im Mai 1974 einig, dass der Sportplatz nach Kirchbierlingen kommen soll. Der alte Sportplatz in der "Kiesgrube" soll ausgebaut werden.

Als Übergangslösung wird eine Wiese vom Kirchbierlingen Ortsvorsteher Josef Huber gepachtet. Es entsteht der legendäre und von vielen Gegnern gefürchtete "Platz an der Hampfe" oder auch "Hampfesporte" genannt. Der Platz, seit langem mit Flutlicht ausgestattet, dient übrigens heute noch als Übungsplatz.

Im Mai 1974 wurde die Fraunturngruppe als selbstständige Abteilung in den Verein aufgenommen. Paula Bayer aus Ehingen konnte als Übungsleiterin engagiert werden.

Im Juli 1974 wurde ein Gartenfest in Volkersheim durchgeführt.

Im Oktober 1974 besucht Siegfried Hirschmann einen Schiedsrichterlehrgang mit Erfolg und wird der erste Schiedsrichter beim SSV Ehingen-Süd.

Bei der ersten ordentlichen Jahreshauptversammlung am 11. März 1975 werden Wilhelm Schöllhorn als Abteilungsleiter und Anton Geisinger als Jugendleiter des Vereins gewählt. Neue Beisitzer im Ausschuss werden: Paul Scheffold, Karl Moll, Josef Zimmermann, Karl Betz.

Sehr viele Probleme gab es in den Jahren 1975 und 1976 beim Ausbau des Sportplatzes in der Kiesgrube. Schlechtes Material, eine zu starke Verdichtung sowie große Nässe bereiteten großes Kopfzerbrechen. Mit vereinter Kraft und mühevoller Kleinarbeit ist es aber dann doch noch gelungen, ein einigermaßen ordentliches Spielfeld bis zur Einsaat herzurichten.

Wegen zu hoher Mietkosten werden die Duschen im "Hasen" in Volkersheim aufgegeben. Neue Duschmöglichkeiten findet man in der Schule in Schaiblishausen.

Im Juni 1977 veranstaltete man ein Waldfest in Bockighofen. Zum Frühschoppen und am Abend spielte die Musikkapelle Kirchbierlingen.

Der erste Ausflug des Vereins führte im Juli 1977 nach Straßburg und über die Elsässische Weinstraße zur Hochkönigsburg.

Die vielen Steine auf dem neu hergerichteten Spielfeld sorgten auch im Jahr 1978 für großen Unmut gegenüber der Stadt und der Firma, die den Platz hergerichtet hatte. Große Steinlesaktionen aktiver und passiver Mitglieder sollten für Abhilfe schaffen.

Freiwillige Helfer bringen im April 1979 insgesamt 700 Tonnen Humus auf den neuen Platz.

Bei der Jahreshauptversammlung im Jahre 1979 wurde Hans Zell wieder zum Jugendleiter gewählt. Jürgen Amendinger wurde zum Kommisarischen Abteilungsleiter Fußball gewählt. Neu in den Ausschuss kamen: Martin Butter sen., Christa Strehl, Paul Kramer, Bruno Seitz.


1980 - Hallenbau in Kirchbierlingen

Der Ausschuss des SSV Ehingen-Süd verabschiedet folgende Erklärung:

  1. Die Mitglieder des SSV Ehingen-Süd erklären sich bereit, sich bei den Arbeiten beim Bühnenbau sowie den sich darunter ergebenden Jugendräumen in der Turnhalle in Kirchbierlingen in angemessener Form zu beteiligen.
  2. Der SSV Ehingen-Süd beteiligt sich in angemessener Form an der Finanzierung dieser Räumlichkeiten.
  3. Der SSV Ehingen-Süd erhebt Anspruch, den unter der Bühne entstehenden Raum für sich zu nutzen.


Februar 1981- Einweihung der neuen Sport- und Festhalle in Kirchbierlingen

Mit der neuen Sport- und Festhalle hat der Verein die Möglichkeit erhalten, seinen Sportbetrieb auszuweiten, dies insbesondere auf dem Sektor Breiten- und Freizeitsport. Mit dem neuen Jugendraum, ausgestattet mit einer wohnlichen, zweckdienlichen Anbauküchenfront und Sitz- und Tischgarnituren für 60 Personen, kann man den Mitgliedern einen Raum für Versammlungen, gesellschaftliche Veranstaltungen und Begegnungen anbieten.

Seit 1983 findet in der Halle alljährlich eine beliebtes Jedermannsturnier für Mannschaften aus der Pfarrei statt. Durchgeführt werden diese Turniere abwechslungweise von verschiedenen Abteilungen des SSV Ehingen-Süd.

Ein "Ball der Vereine", bei dem sich der SSV Ehingen-Süd maßgeblich beteiligt, wird seit 1982 jedes Jahr in der Halle durchgeführt. Bei dieser Veranstaltung, die sich zu einem "Publikumsmagneten" entwickelt hat, werden die Zuschauer jedes Jahr mit einem neuen "superlativen" närrischen Programm begeistert.


Juni 1981

Endlich ist es soweit! Der neue Sportplatz wird eingeweiht. Mit einem großen Festprogramm wird die Fertigstellung des neuen Sportplatzes gefeiert.


Januar 1984

Große Jubiläumsfeier zum 10jährigen Bestehen des Vereins in der Festhalle.


Herbst 1991

Im Herbst 1991 wurde mit den Baumaßnahmen am neuen Sportplatz begonnen. 13.000 Kubikmeter Boden wurden bewegt. Ein neu entwickeltes Entwässerungssystem wird in den Sportplatz eingebaut.

In Eigenleistung wird 1992 eine 320 Meter lange Rohrleitung vom Ortsrand her verlegt, ein 80 Meter langer Kanal für die Ableitung von Schmutzwasser wurde gegraben. Ein Rundumpflaster in der Länge von 360 Metern und einer Breite von 1,5 Metern wurde verlegt und verzinkte Rohre als Abgrenzung angebracht. Rund tausend einheimische Pflanzen und Sträucher wurden um den Sportplatz eingesetzt. Die Vereinsmitglieder haben für diese Arbeiten rund 3500 Stunden freiwillige Arbeit geleistet.

Wenn die Zuschussmittel wieder besser fließen, ist in den nächsten Jahren der Bau eines Vereinsheimes, sowie von Tennisplätzen vorgesehen.

Im Juli 1993 wurder Platz eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Zahlreiche prominente Gäste aus Politik und Sport loben den Mut, den Fleiß und den großen Idealismus der Vereinsmitglieder, allen voran ihren Vorsitzenden Jürgen Amendinger, die den Traum von einem neuen "Stadion" möglich gemacht haben.

Spielerisch eingeweiht wurde der neue Rasenplatz mit einem Spiel der ersten Mannschaft des SSV Ehingen-Süd gegen die Oberligamannschaft des SSV Ulm 1846. Das Spiel endete 7:2 für Ulm 46.

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